Innovationsflop kosten Zeit und Geld

9 von 10 Produktinnovationen scheitern.
innovations-report 10.01.2007 

  • Unternehmen stecken einen Großteil ihrer Innovationsressourcen in Projekte, die nie zur Markreife gelangen oder sich nach Einführung als Flop erweisen
  • schon bei der Beurteilung von Innovationsideen gibt es gravierende Schwächen
  • die wirklich guten Ideen werden oft schon frühen Entwicklungsstatien im Keim erstickt, nicht erkannt oder fälschlicherweise aussortiert
  • knappe Ressourcen werden in wenig aussichtsreiche Entwicklungsvorhaben verschwendet, stehen für wirklich gute Innovationsprojekte nicht mehr zur Verfügung, blockieren die Unternehmensentwicklung

Was es braucht:

  • mehr Zeit der Entscheidungsträger
  • bessere Informationsgewinnung und Marktaufklärung
  • besssere Chancen-/Risikenbewertung

 –> hier geht’s zum Artikel

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Und was bedeutet das?

  • … für  Projekte, die wir nicht mit Kollegen knapp vor der eigenen Haustüre machen?
  • … für unser eigenes Lernen? Und für das Lernen unserer Kinder?
  • … für Innovation? Und für all das, was wir uns von Innovation erwarten?

 

Mehr Konzentration für Innovationsprojekte

Das Finden, die Entwicklung und die erfolgreiche Markteinführung von neuen Geschäftsideen braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Konzentration. 
Gerade in etablierten Unternehmen ist dieser Grundsatz oft schwer umzusetzen. Denn gerade die taltentiertesten Führungs-kräfte haben „nebenher“ noch viele andere Rollen und Aufgaben zu erfüllen.

Ein Produktmanager im Bereich Maschinenbau meint dazu: „Die Problematik ist, dass ich nicht nur eine Aufgabe, sondern mehrere Aufgaben habe. Die alle zur gleichen Zeit ausgeführt werden sollten.“ Die erforderliche Konzentration für erfolgreiche Innovation wird so aber nur schwer möglich sein!

Eine Anregung also für den Fall, dass Innovation nicht nur als Modewort dient sondern auch realisiert werden soll:

  • Teilen Sie ein neues Innovationsprojekt nicht mehreren, ohnehin bereits gut ausgelasteten Führungskräften zu.
  • Auch wenn die Ressourcen knapp sind – versuchen Sie, die wirklich wichtigen Projekte von einer Führungskraft fulltime  betreuuen zu lassen!

….Mehr zum Thema „Konzentration und Innovation“ gibt’s hier.

15 Minuten Vorsprung

 

 

 

 

 

 

Jeder der es schon einmal probiert hat, weiß wovon ich rede:  Revolutionäre Ideen lassen sich schwer realisieren! 
Warten Sie daher nicht nur auf den großen Durchbruch mit einer revolutionären Innovation. Sondern implementieren Sie laufend schnelle und kostengünstige Versuche, um neue Ideen und Problemlösungen zu testen. Ein paar m.E. recht stimmige Vorschläge dazu, wie es „ein bisschen leichter“ funktionieren kann bringt das HBR (mehr dazu hier –>):

BESCHLEUNIGEN und VEREINFACHEN Sie!

  • „Think long-term trends but short-term steps —15 minutes at a time.“
  • „Call this the ’15 minute competitive advantage‘: changing in short fast bursts rather than waiting for the breakthrough that transforms everything. If every proverbial 15 minutes, you learn something and incorporate it into the next speedy step, you’ll continue to be ahead. And a few time periods later, transformation will be underway. „

  I-CELL für mehr Zeit und Ressourcen zur schnellen Ausarbeitung und Beurteilung von Geschäftsideen.

Ja, das machen wir!

Neulich wurde mein Laptop in die Knie gezwunden. Ein Defekt am Bildschirm: Schneegestöber statt Excel-Tabelle.  Desaster hoch drei. Alarmstufe rot!  Ein Fachmann musste her. Was einfach klingt, war schwer zu finden.  „Das Laptop, das müssen wir einschicken.  Das kann dauern…“ bekam ich als Antwort von diversen EDV-Experten in der näheren Umgebung. Vollkommen untragbar! Wer soll denn mehrere Wochen ohne Arbeitswerkzeug auskommen? 

Letzer Versuch:  Die Anfrage beim Computermarkt Riegler in Judenburg.  
„Ja, das machen wir!“  sagte der dortige Fachmann. 

Drei Stunden später sitzte ich nun wieder vor meinem Laptop. Der Bildschrim strahlt mir störungsfrei im neuen Glanz entgegen. Die Reparatur dauerte kurz und lag preislich im Rahmen.  Abholen konnte ich mein Laptop dann auch noch 20 Minuten nach Ladenschluss. „Damit Sie heute noch was arbeiten können!“ meinte der Inhaber – Herr Riegler – mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Wissen Sie – vielleicht muss es nicht immer gleich die große Innovation sein. Hervorragende Dienstleistung ist auch viel wert! Und oft genauso selten zu finden…

SmartCat
Computermarkt S. Riegler
Hauptplatz 4
8750 Judenburg
www.edv-riegler.at

Die Regeln brechen… in 2 Minuten erklärt

Erfolgreiche Unternehmen haben die Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer bestehenden Produkte, Dienstleitungen und Prozesse im Griff.  Wenn bei der notwendigen Konzentration auf das Kerngeschäft allerdings der Wandel hin zu einer neuen Technologie verschlafen wird, dann kann’s problematisch werden.

So werden in vielen Branchen jene Unternehmen, die eine bestehende Technologie am erfolgreichsten beherrschen, bei einem technologischen Wandel oft durch komplett neue Firmen verdrängt. Nur als Beispiel: Polaroid hat den Wechsel von der Sofortbildphotographie hin zur digitalen Photographie komplett versäumt und zum Schluss Konkurs angemeldet.

Ich meine daher, dass die wirkliche Herausforderung für erfolgreiche Unternehmen nicht in der kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden liegt. Sondern im Entdecken und Umsetzen von „disruptiven/radikalen Innovationen“. Das sind Produkte und Dienstleistungen

  • die mit bestehenden Erkenntnissen brechen, 
  • die auf neue Technologien aufbauen und
  • mit denen oft gänzlich neue Märkte geschaffen oder erschlossen werden können.

 Disruptive Innovationen – in 2 Minuten erklärt:

FÜHRUNGSKRAFT für mehr Innovation & Lernen???

Über den „richtigen“ Führungsstil „streiten“ sich viele. Für den Innovations- und Lernbereich nicht ganz abwegig find ich folgende Notiz von Navi Radjou . Der meint (Original engl. frei übersetzt): Heute und in Zukunft braucht es Führungskräfte, die mit Vision und Herzblut führen. Führungskräfte, die…

  • mehr coachen und weniger befehlen.
  • mehr „befähigen“ und weniger „managen“.
  • anderen Respekt schenken ansatt ihn nur für sich selbst einzufordern.
  • bescheidener mit den eigenen Erfolgen umgehen und dafür ihre Mitarbeiter mehr loben.

–> Da frag ich mich manchmal, ob denn Anstand, Hausverstand und gegenseitiger Respekt heutzutage wieder in Mode kommen…
Jedenfalls wollte ich der Frage „passender Führungsstil für mehr Innovation und Lernen“ selbst auf den Grund gehen und habe mich dazu mit Mitarbeitern aus dem industriellen F&E-Bereich unterhalten. Hier eine Aussage eines Mathematikers im Entwicklungsbereich, die den Kern der Sache recht gut trifft meine ich:

„Wenn der Vorgesetzte jetzt Leute hätte, wo er besser wüsste als wir, was wir machen müssen, dann hätte er die falschen Leute.
Also ich denke, das ist für mich völlig klar, dass von mir – nicht nur von mir – von jedem hier natürlich – dass er versucht, die Dinge zu kennen und die Fähigkeiten zu haben, die er eben braucht, um die tägliche Arbeit nicht nur heute, sondern auch in drei oder fünf Jahren zu machen. (…)
Der ist der Chef, aber völlig informell. Der kommt nicht und gibt Befehle aus. Im Gegenteil. Wir haben alle  Gelegenheit – unabhängig vom hierarchischen Stand – unsere Meinung zu sagen und auch einzubringen. Und das ist sehr schön hier. Hier ist keiner da, der es besser weiß als der andere. Der Chef sagt: „Ich weiß es genauso wenig wie die anderen auch. Wir suchen gemeinsam, was sinnvoll sein könnte. Was uns voranbringen könnte. Was im Sinne der Strategie dieser Firma ist“. Und da basteln wir ja auch mit. Wir versuchen ja auch in dieser Strategiediskussion mit zu machen. Das ist ja unsere Aufgabe. Was für Technologien könnten für uns in acht oder zehn Jahren wichtig sein? Das hat auch mit Lernen zu tun.“