Weiterbildung entdeckt die „Kopf-Herz-Tangente“

„Education is meant to be the process by which we engage people in their fullness  to give them a sense of  who they are and their capabilities so that they can lead a life that means something to them and to the rest of us.“ (Sir Ken Robinson)

 

 

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Entscheidungen in komplexen Situationen treffen!?

Wer an der Realsierung von innovativen Ideen arbeitet wird immer mal wieder an den Punkt stoßen, wo er/sie das Gefühl hat, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen.

  • Täglich kommen neue Informationen hinzu. Andere, die man kürzlich noch für richtig hielt, stellen sich bei genauerer Betrachtung als „gefähliches Halbwissen“ heraus.
  • Scheinbar kleine Plan-Änderung an einer Stelle verursachen umfangreichen Änderungsbedarf an anderen Stellen. Manches kann man berücksichtigen. Einiges bleibt überraschend – besonders dann, wenn vorab die Zeit zur detaillierten  Untersuchung möglicher Einflussfaktoren schlichtweg nicht zur Verfügung stand.
  • etc.

Aber Entscheidungen müssen auch unter solchen Bedingungen getroffen werden.
Welche Strategien stehen uns dafür zur Verfügung?   Und was hat „Intuition“ hier zu suchen?

Hierzu habe ich von Frau DI Birgit Mayer unlängst einen spannenden Kurz-Vortrag erhalten, den ich unten teilen möchte.  Mein Lieblings-Zitat:

„Wenn Sie intuitiv tätig sind, … dann sollen Sie eine SEHR LANGE LERN-GESCHICHTE AM RANDE DER ÜBERFORDERUNG hinter sich haben.“

Do schools kill creativity?

Hier ein spannender Vortrag zum Thema Kreativität:

  • Wie wichtig sie uns  ist.
  • Und wie gezielt wir sie uns ab-erziehen.

Mehr dazu von Sir Ken Robinson.

All children are born artists.

• The problem is to remain an artist as we grow up!
• If you are not prepared to be wrong, you will never come up with something original!
• But in our education system, mistakes are the worst thing you can make!  
• Thus, we are educating people out of their capacities! We don‘t grow into creativity. We‘re growing out of it!

Wo die guten Ideen herkommen…

… das sind Orte, an denen sich Menschen mit Ideen und Talent finden können.

Und was bedeutet das?

  • … für  Projekte, die wir nicht mit Kollegen knapp vor der eigenen Haustüre machen?
  • … für unser eigenes Lernen? Und für das Lernen unserer Kinder?
  • … für Innovation? Und für all das, was wir uns von Innovation erwarten?

 

FÜHRUNGSKRAFT für mehr Innovation & Lernen???

Über den „richtigen“ Führungsstil „streiten“ sich viele. Für den Innovations- und Lernbereich nicht ganz abwegig find ich folgende Notiz von Navi Radjou . Der meint (Original engl. frei übersetzt): Heute und in Zukunft braucht es Führungskräfte, die mit Vision und Herzblut führen. Führungskräfte, die…

  • mehr coachen und weniger befehlen.
  • mehr „befähigen“ und weniger „managen“.
  • anderen Respekt schenken ansatt ihn nur für sich selbst einzufordern.
  • bescheidener mit den eigenen Erfolgen umgehen und dafür ihre Mitarbeiter mehr loben.

–> Da frag ich mich manchmal, ob denn Anstand, Hausverstand und gegenseitiger Respekt heutzutage wieder in Mode kommen…
Jedenfalls wollte ich der Frage „passender Führungsstil für mehr Innovation und Lernen“ selbst auf den Grund gehen und habe mich dazu mit Mitarbeitern aus dem industriellen F&E-Bereich unterhalten. Hier eine Aussage eines Mathematikers im Entwicklungsbereich, die den Kern der Sache recht gut trifft meine ich:

„Wenn der Vorgesetzte jetzt Leute hätte, wo er besser wüsste als wir, was wir machen müssen, dann hätte er die falschen Leute.
Also ich denke, das ist für mich völlig klar, dass von mir – nicht nur von mir – von jedem hier natürlich – dass er versucht, die Dinge zu kennen und die Fähigkeiten zu haben, die er eben braucht, um die tägliche Arbeit nicht nur heute, sondern auch in drei oder fünf Jahren zu machen. (…)
Der ist der Chef, aber völlig informell. Der kommt nicht und gibt Befehle aus. Im Gegenteil. Wir haben alle  Gelegenheit – unabhängig vom hierarchischen Stand – unsere Meinung zu sagen und auch einzubringen. Und das ist sehr schön hier. Hier ist keiner da, der es besser weiß als der andere. Der Chef sagt: „Ich weiß es genauso wenig wie die anderen auch. Wir suchen gemeinsam, was sinnvoll sein könnte. Was uns voranbringen könnte. Was im Sinne der Strategie dieser Firma ist“. Und da basteln wir ja auch mit. Wir versuchen ja auch in dieser Strategiediskussion mit zu machen. Das ist ja unsere Aufgabe. Was für Technologien könnten für uns in acht oder zehn Jahren wichtig sein? Das hat auch mit Lernen zu tun.“

RESILIENZ für mehr Lernen und Innovation!

Mein Weiterbildungsprojekt 2009 war ein Kurs für Improvisationstheater an der Sommerakademie für Theater Graz.

Klingt komisch – ist es aber nicht. Denn in solchen Kursen trainiert man fernab von „offiziellen Managementthemen“ und weit weg von Frontalvorträgen gewisse Fähigkeiten, die man auch im Management gut gebrauchen kann:

Aufmerksamkeit, Schlagfertigkeit, Rythmus, Gruppendynamik, Resonanz, Fehlertoleranz, emotionale Intelligenz, etc.  

Die Kursleiterin, Michaela Obertscheider, brachte ein nettes Wort ein, das ich hier auch kurz „vorstellen“ möchte:

 RESILIENZ 
Die Fähigkeit, nach Fehlern oder Schicksalschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen“ so hatte sie das erklärt. Ich dachte mir, dass diese Resilienz dann wohl eine wichtige Voraussetzung für Lernen und Innovation sein muss! –> Denn aus Fehlern kann man bekannterweise lernen. Und ohne Fehler keine Innovation!

* Radikale Innovation: Fehler sind wichtig und nötig
* Erfolg heisst: Die Fehlerrate verdoppeln


Was Wiki zur Resilienz sagt: –> Resilenz